Wir, die wir das Geheimnis der Pfeife kennen, wissen auch,daß wir als lebendiger Teil dieser Erde ihr nicht Gewalt antun können ,ohne uns selbst zu verletzen. Lame Deer (? - 1877 )

 

Urteile nie über einen Menschen, bevor Du nicht sieben Meilen in seinen Mokkasins gegangen bist.
 

Black Elk: "Das Opfer der Pfeife"

Sieh', ich fülle diese heilige Pfeife mit der Borke der roten Weide; aber ehe wir sie rauchen, mußt Du sehen, wie sie beschaffen ist, und was sie bedeutet. Die vier Bänder, die hier am Rohr hängen, sind die vier Viertel des Alls. Das Schwarze ist für den Westen, wo die Donnerwesen wohnen, die uns den Regen senden; das weiße für den Norden, von wo der große, weiße, reinigende Wind kommt; das rote für den Osten, wo der Morgenstern wohnt, der die Menschen mit Weisheit begabt; das gelbe für den Süden, wo der Sommer herkommt und die Gewalt des Wachstums für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Aber diese vier Geister sind am Ende nur ein Geist, und diese Adlerfeder hier ist für diesen einen, der gleich dem Vater ist, und sie ist auch für die Gedanken der Menschen, die sich so hoch wie der Adler erheben sollten. Ist nicht der Himmel ein Vater und die Erde eine Mutter, und sind nicht alle lebenden Dinge mit Füßen oder Flügeln oder Wurzeln Ihre Kinder? Und diese Tierhaut hier am Mundstück, die aus Büffelhaut sein sollte, bedeutet die Erde, von der wir gekommen sind und an deren Brust wir wie kleine Kinder unser Leben lang saugen, zusammen mit all den Tieren und Vögeln und Bäumen und Gräsern. Und weil sie all das aussagt, und dazu noch mehr als irgendein Mensch verstehen könnte, darum ist diese Pfeife heilig.

"Nur die Hände der Guten sollen damit umgehen, und die schlechten sollen es nicht einmal erblicken!" WHITE BUFFALOKALF WOMAN

Ich bin ein Sohn Nordamerikas von Häuptling Dan Georg
Im Verlauf meines Lebens habe ich in zwei ganz unterschiedlichen Kulturen gelebt. Ich wurde in eine Kultur hineingeboren, die in Gemeinschaftshäusern wohnte. Meines Großvaters Haus war 80 Fuß lang. Es wurde "smoke house" (Rauchhaus) genannt, und es stand unten am Strand längs der Bucht.
Alle Söhne meines Großvaters und deren Familien lebten in dieser großen Wohnstätte. Ihre Schlafräume waren durch Binsenschilfdecken voneinander getrennt, aber ein offenes Feuer in der Mitte diente allen zum Kochen. In solchen Häusern lernten die Menschen - im ganzen Stamm - miteinander zu leben, lernten, füreinander da zu sein, lernten, die Rechte jedes
einzelnen zu respektieren. Und die Kinder teilten die Gedankenwelt der Erwachsenen und fanden sich umgeben von Tanten und Onkeln, Vettern und Basen, die sie liebten und sie nicht bedrohten. Mein Vater wurde in solch einem Haus geboren und lernte von Kindheit an, wie man Menschen gern hat und sich bei ihnen heimisch fühlt.
Und über dieses Sich-gegenseitig-Annehmen hinaus empfand man tiefen Respekt für die einen umgebende Natur. Mein Vater liebte die Erde und all ihre Geschöpfe. Die Erde war seine zweite Mutter. Die Erde und alles, was sie enthielt, war ein Geschenk von "See-see-am"..., und man dankte diesem großen Geist, indem man mit seinen Gaben achtungsvoll umging
Ich erinnere mich, wie ich als kleiner Junge mit dem Vater den "Indian River" stromaufwärts fischte, und ich kann ihn jetzt immer noch sehen, als am frühen Morgen die Sonne aufging über dem Berggipfel...
Ich kann ihn am Rande des Wassers stehen sehen mit hoch über dem Kopf erhobenen Armen, dabei leise ausrufend: "Dank sei Dir, Dank sei Dir." Dies hinterließ einen tiefen Eindruck in meinem kindlichen Gemüt.
Und ich werde nie seine Enttäuschung vergessen, als er mich einmal dabei erwischte, als ich mit meinem Fischhaken "nur so aus Spaß" Fische fing. "Mein Sohn", sagte er, "der Große Geist gab Dir diese Fische als Deine Brüder, um Dich zu ernähren, wenn Du hungrig bist. Du mußt sie achten. Du darfst sie nicht töten; nur so aus Spaß." Das war also die Welt, in die ich hineingeboren wurde, und für einige Jahre die einzige, die ich wirklich kannte und auskostete. Aus diesem Grunde finde ich es schwer, viele der Dinge, die ich um mich herum sehe, zu akzeptieren.

Ich sehe, wie Menschen in "smoke houses" leben, die hundertmal größer sind als dasjenige, das ich kannte. Aber die Menschen in einem Apartment kennen nicht einmal ihre Nachbarn, und sie sind ihnen auch völlig gleichgültig.
Es ist auch schwer für mich, den tiefen Hass, den es unter den Menschen gibt, zu verstehen. Es ist schwer, eine Kultur zu verstehen, die den Tod von Millionen in vergangenen Kriegen rechtfertigt und die in diesem Augenblick Bomben herstellt, um eine noch größere Anzahl zu töten. Es ist schwer für mich, eine Kultur zu verstehen, die mehr für Kriege und Mordwaffen ausgibt als für die Erziehung sowie Wohlfahrt und Entwicklungshilfe.
Es ist schwer für mich, eine Kultur zu verstehen, die nicht nur ihre Brüder hasst und bekämpft, sondern die sich sogar an der Natur vergreift und sie missbraucht. Ich sehe, wie meine weißen Brüder hergehen und die Natur in ihren Städten völlig zerstören. Ich sehe, wie sie die Hügel kahl schlagen und hässliche Wunden auf den Bergen hinterlassen. Ich sehe, wie sie Dinge aus dem Schoß der Mutter Erde herausreißen, als ob sie ein Ungeheuer wäre, das sich weigert, ihre Schätze mit ihnen zu teilen. Ich sehe, wie sie Gift ins Wasser werfen, gleichgültig dem Leben gegenüber, das sie dort töten; und sie ersticken die Luft mit tödlichen Dünsten. Mein weißer Bruder macht vieles gut, denn er ist klüger als mein Volk, aber ich frage mich, ob er denn richtig zu lieben weiß. Ich frage mich, ob er überhaupt jemals gelernt hat zu lieben. Vielleicht liebt er nur die Dinge, die sein eigen sind, aber hat niemals gelernt, die Dinge zu lieben, die außerhalb und jenseits seiner selbst liegen. Und dies ist freilich überhaupt keine Liebe, denn der Mensch muss alle Schöpfung lieben, oder er wird nichts davon lieben. Der Mensch muss voll und ganz lieben, oder er wird zum niedrigsten aller Geschöpfe werden. Ist es doch die Macht der Liebe, die ihn zum größten von allen macht... denn er allein unter allen Geschöpfen ist der Liebe fähig.
Die Liebe ist etwas, was wir, Du und ich, zu eigen haben müssen. Wir müssen von ihr ganz erfüllt sein, denn unser Geist wird von ihr genährt. Wir müssen sie haben, denn ohne sie werden wir schwach und kraftlos. Ohne die Liebe wird unsere Selbstachtung geschwächt. Ohne sie verlieren wir den Mut. Ohne die Liebe können wir nicht mehr mit Zuversicht in die Welt blicken. Statt dessen wenden wir uns nach innen und beginnen, von unserer eigenen Persönlichkeit zu zehren, und nach und nach zerstören wir uns dann.
Du und ich, wir brauchen die Kraft und die Freude, die aus der Erkenntnis entspringt, dass wir geliebt werden. Das gibt uns schöpferische Kraft. Dadurch schreiten wir unermüdlich voran. Damit - und allein damit - sind wir imstande, uns für unsere Nächsten aufzuopfern.
Es gab Zeiten, in denen wir alle ganz dringend eine beruhigende Hand auf uns fühlen wollten... Es gab einsame Zeiten, in denen wir uns so sehr nach einem starken Arm, der uns umfasste, sehnten ... Ich kann nicht aus drücken, wie ich die Gegenwart meiner Frau zutiefst vermisse, wenn ich von einer Reise zurückkehre. Ihre Liebe war meine größte Freude, meine Stärke, mein größter Segen.
Ich fürchte, dass meine Kultur der eurigen wenig zu bieten hat. Aber meine Kultur hat die Freundschaft und die Geselligkeit hochgeschätzt. Das Zurückgezogensein hielt sie nicht für etwas, an dem man um jeden Preis festhalten sollte, denn das Für-sich-allein-Leben errichtet Trennmauern, und Trennmauern fördern das Misstrauen. Meine Kultur lebte in großen Familiengemeinschaften, und von klein auf lernten die Menschen, miteinander zu leben.

Meine Kultur legte keinen Wert auf das Anhäufen von privater Habe; in der Tat galt bei meinem Volk das Horten als etwas Schändliches. Der Indianer erachtete alles in der Natur als ihm gehörig, und er war bereit, es mit anderen zu teilen und nur das zu nehmen, dessen er bedurfte.
Jedermann liebt es, zu geben und zu erhalten. Niemand möchte immer und jederzeit nur bekommen. Wir haben viel von eurer Kultur angenommen... Ich wünschte, ihr hättet auch etwas von unserer Kultur übernommen, denn es war manch Schönes und Gutes darin.
Bald wird es zu spät sein, meine Kultur kennen zu lernen, denn wir stehen vor der Integration, und bald werden wir keine Werte mehr haben außer euren. Viele unserer jungen Menschen haben bereits die alten Wege vergessen. Und viele wurden durch Spott und Verachtung dazu gebracht, sich ihrer indianischen Art zu schämen. Meine Kultur ist wie ein verwundetes Reh, das sich im Wald verkroch, um allein zu bluten und zu verenden.
Das einzige, was uns noch helfen kann, ist die echte Liebe. Ihr müsst uns aufrichtig lieben, müsst Geduld haben mit uns und mit uns teilen. Und wir müssen euch lieben - mit einer wahren Liebe, die vergisst und vergibt... eine Liebe, die die schrecklichen Leiden verzeiht, die eure Zivilisation uns gebracht hat, als sie über uns hinwegrollte wie eine Woge, die gegen einen Strand tost... mit einer Liebe, die vergisst und den Blick erhebt und in euren Augen einen liebevollen Widerstrahl des Vertrauens und Annehmens sieht.
Das ist Brüderlichkeit... alles, was weniger ist, ist des Namens nicht würdig.
Ich habe gesprochen.

Die indianische Art zu leben bedeutet Freiheit - eine intensive und allumfassende Liebe zur Natur, Ehrfurcht vor dem Leben und das feste vertrauen zu einem höherem Wesen. Die Beziehung des Indianers zu anderen Menschen basiert auf Wahrheit, Ehrlichkeit, Großzügigkeit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
Luther Bear - Oglala Sioux

Der weiße Mann wurde jenseits des großen Wassers geschaffen- Sein Land ist dort seit die Weißen über das Meer gekommen sind, habe ich ihnen immer weiter Platz gemacht. Jetzt sind überall um mich Weiße.Mir ist nur noch ein kleines Stück Land geblieben. Der große Geist hat mir gesagt, ich soll es behalten.                            Red Cloud ( 1822 - 1909 )  

Die Jahreszeiten bilden in Ihrem Wechsel einen unendlichen großen Kreis und kommen immer wieder an den Punkt zurück,an dem sie begonnen haben. Black Elk (1863-1950)

Großer Geist

bin nicht mehr taub
kann dich wieder hören
die vierflügelige Libelle
flüsterte mir zu
wir sind Brüder

Ich höre deine Stimme im Wind,
in den Bäumen...

Ich laufe durch das hohe Gras
nicht mehr alleingelassen
mit Mutter Erde vereint.

Ich zog sie an mich
und hörte die Ameisen reden
die nie den alten Weg vergaßen...

Ich bringe die heiligen Steine.

Tahca Isnala

 

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Ich bin das Land.
Meine Augen sind der Himmel.
Meine Glieder sind die Bäume.
Ich bin der Fels, die Wassertiefe.
Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen.
Ich bin selbst Natur.
Hopi Indianer

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"Der erste Friede,
der Wichtigste, er ist der,
welcher in die Seelen der Menschen einzieht,
wenn sie ihre Verwandschaft,
ihr Einsein mit dem Universum begreifen und inne werden,
daß im Mittelpunkt der Welt das große Geheimnis wohnt,
und das diese Mitte tatsächlich überall ist.
Sie ist in jedem von uns.
Dies ist der wirkliche Friede, alle anderen sind lediglich Spiegelungen davon.

Der zweite Friede ist der,
welcher zwischen Einzelnen geschlossen wird.

Und der dritte ist der zwischen Völkern.
Doch vor allem sollt ihr verstehen,
daß es nie Frieden geben kann, solange nicht der erste Friede vorhanden ist,
welcher wie ich schon so oft sagte,
innerhalb der Menschenseelen wohnt!"

(Hehaká Sapa, Ogallal-Sioux)

 

Alles auf dieser Erde hat seinen Zweck, jede Krankheit eine Pflanze zu ihrer Heilung und jeder Mensch seine Bestimmung. Dies ist die Indianische Lehre von der Existenz. Mourning Dove ( 1888 - 1936 )

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Ich liebe mein Tipi, mein Zelt. Es ist immer sauber, es ist warm im Winter und kühl im Sommer, ich kann es auf meinen Wanderungen mitnehmen und aufstellen, wo immer ich will. Die weißen Menschen bauen große Häuser; ein Haus kostet sie viel Geld und ist doch nur ein großer Käfig, der die Sonne aussperrt und der krank macht und immer auf demselben Platz steht. Indianer und Tiere verstehen besser zu leben als die weißen Menschen, die vergessen haben, daß die Geschöpfe dieser Erde Luft und Sonne und klares Wasser brauchen, um gesund zu bleiben...

Flying Hawk
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Was ich ihm sage

Ich gehe mit meinem Sohn ins Freie
und zeige ihm einen Baum,
lasse ihn die Blätter berühren,
das ist ein Blatt, sieh her,
es ist grün, es hat Adern,
so ist es geformt,
greif’s an.

Er berührt das Blatt,
und der Zweig zittert mit,
dicke Händchen greifen ungestüm und zärtlich
nach dem, was ich ihm zeige.

Ich lasse ihn barfuß
auf dem Boden stehn,
diese Erde spüren,
braune Erde und Kiesel,
festen Lehm,
Samen haben es schwer,
darin Wurzel zu fassen,
erst Sand und Blätter,
Zweige und Dünger
machen den Boden fruchtbar.

Das alles sage ich ihm.

Simon J. Ortiz

Alles in der Welt ist zweifach. Unser Geist hat eine gute und eine böse Seite. Mit unseren Augen sehen wir Schönes und Hässliches... Wir haben eine rechte Hand, die Schläge austeilt und viel Übles tut und eine linke Hand voller liebe, die nah beim herzen ist. Ein Fuß kann uns auf den falschen Pfad führen, der andere zum guten. Und so hat alles zwei Seiten.
Häuptling Eagle - Pawnee

 Ihr habt bemerkt, daß die Wahrheit mit zwei Gesichtern auf die Welt kommt: das eine ist traurig und voller Leid, das andere lacht. Und doch ist es ein und dasselbe Gesicht, ob es nun lacht oder weint. Wenn Menschen am Verzweifeln sind, ist das lachende Gesicht besser für sie; aber wenn es ihnen zu gut ergeht und sie sich zu sicher fühlen, ist es besser für sie, daß weinende Gesicht zu sehen. Hehaka sapa

"Ihr könnt genauso gut erwarten, dass die Flüsse rückwärts fliessen, als dass ein Mensch, der frei geboren wurde, damit zufrieden ist, eingepfercht zu leben, ohne die Freiheit zu gehen wohin er beliebt."
Chief Joseph

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 Hügel sind immer schöner als Häuser aus Stein. In einer großen Stadt wird das Leben zu einem künstlichen Dasein. Viele Menschen spüren kaum noch richtige Erde unter den Füßen, sie sehen kaum noch Pflanzen wachsen, außer in Blumentöpfen,und lassen nur selten die Lichter der Straße hinter sich, um den Zauber eines sternenübersäten Nachthimmels auf sich wirken zu lassen. Wenn Menschen so weit weg von all dem Leben, was der Große Geist geschaffen hat, dann vergessen sie leicht seine Gesetze. Tatanga Mani

Es gibt kein "Besser" oder "Schlechter", nur Unterschiede. Diese müssen respektiert werden, egal ob es sich um die Hautfarbe, die Lebensweise oder eine Idee handelt.
(Kote Kotah, Chumash)

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Halte nicht an deinen bösen Gedanken,
deinen Gefühlen des Zorns,
der Furcht oder der Schuld fest.
Betrachte sie wie Vorüberziehende Vögel am Himmel,
die keinerlei Spuren hinterlassen.

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Du hast Angst vor den anderen und suchst Zuflucht
im dunkelsten Teil deiner selbst,
im Bereich des Bedauerns und der Gewissensbisse.
Verlasse diese Region der Trostlosigkeit und entdecke
den wahren Weg des Herzens.

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Meine Vernunft sagt mir,daß man Land nicht verkaufen kann. Der Große Geist gab es seinen Kindern, damit sie einen Platz zum Leben haben und auf ihren Feldern anbauen, was sie an Nahrung brauchen. Solange sie dort wohnen und ihre Felder bestellen, haben sie ein Anrecht auf diesen Grund und Boden - nur wenn sie ihr Land freiwillig verlassen, dürfen sich andere Menschen darauf ansiedeln. Verkaufen kann man nur Dinge, die man wegtragen kann. Black Hawk

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-----------Vieles ist töricht an eurer sogenannten Zivilisation. Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach, bis ihr so viel habt, daß ihr gar nicht lang genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert Wälder, den Boden, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr, die all dies ebenfalls braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer größere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören.

Tatanga Mani
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Die Erde ist schön.
Der Himmel ist schön.
mein Volk ist schön,
mein Herz ist voll Freude.

Wofür es sich lohnt zu zu leben,
dafür lohnt es sich auch zu sterben.

 

Hokahey !

John Laughing Wolf

 Wie kann man den Himmel verkaufen? Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig. Jede glänzende Kiefernadel, jedes sanfte Ufer, jeder Dunst in den dunklen Wäldern, jede Lichtung und jedes Insekt ist heilig in der Erinnerung und Erfahrung meines Volkes.

Der Saft der durch die Bäume fließt trägt die Erinnerung des roten Mannes mit sich.

Die Toten des weißen Mannes vergessen das Land ihrer Geburt , wenn sie zwischen den Sternen umherziehen. Unsere Toten vergessen niemals diese wunderschöne Erde, den sie ist die Mutter des roten Mannes. Unsere Toten lieben für immer und vergessen nie die schnellen Flüsse der Erde,die leisen Schritte des Frühlings, die glitzernden Wellen auf der Oberfläche der Teiche, die Farbenpracht der Vögel.Wir sind ein Teil der Erde , und sie ist ein Teil von uns.

Die duftenden Blumen sind unsere Schwestern; das Reh, das Pferd , der große Kondor sind unsere Brüder. Die felsigen Bergrücken , die saftigen Wiesen, die Körperwärme des Ponys und der Mensch gehören alle zur selben Familie.

Wir werden also Euer Angebot, unser Land zu verkaufen, bedenken. Wenn wir uns entschliesen es anzunehmen, stelle ich hier und jetzt eine Bedingung auf;

Der weiße Mann muß die Tiere seines Landes als seine Brüder behandeln.

Ich habe Geschichten gehört von tausend Büffeln, die auf der Prärie verrotten, liegen gelassen von weißen Männern, die sie von einem vorbeifahrenden Zug aus erschossen haben. Ich verstehe das nicht. Für uns sind Tiere unsere Brüder und wir töten nur um am Leben zu bleiben. Wenn wir dieses Land verkaufen, muß es der weiße Mann uns gleichtun, denn die Tiere sind unsere Brüder. Was ist der Mensch ohne Tiere?

Selbst der Regenwurm hält die Erde weich, auf der der Mensch geht. Wenn alle Tiere fort wären, würde der Mensch vor lauter Einsamkeit sterben. Denn was auch immer den Tieren geschieht, geschied dem Menschen, denn wir sind alle von einem Atem. Chief Seattle

 Ich halte diesen Türkis in meinen Händen.
Meine Hände halten den Himmel in diesem kleinen Stein.
Ich drehe den Stein, und der Himmel wird grösser.
Das ist die heitere Ruhe, die Steinen zu eigen sein kann, hier fühle ich, wohin ich gehöre.
Ich bin glücklich mit diesem Himmel in meinen Händen, in meinen Augen, in mir.

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"Ich bin das Land. Meine Augen sind der Himmel. Meine Glieder sind die Bäume.Ich bin der Fels, die Wassertiefe.
Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen.Ich bin selbst Natur."

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Ich habe noch mehr

Ich kann es mir nicht vorstellen
ein Volk ohne Zuhaus
und doch sehe ich täglich
wie sie ziellos umherirren
wie sie verzweifelt
nach Wurzeln und Dingen suchen
die ihrem Leben
einen Sinn geben sollen.



Armer weißer Mann
in deiner Wut
in deinem Glanz
in all deinem Wohlstand
hast du dein Erbe verloren
jetzt willst du meines
da nimm es
ich habe noch mehr.

John Twobirds Arbuckle

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Ich bin das Feuer der Zeit

Die unendliche Säule
die dem Tod widerstanden hat.

Die Stütze einer unbesiegbaren Nation.

Ich bin die Sterne,
die verirrten Männern
den Weg gewiesen haben.

Ich bin die Mutter zehntausend
sterbender Kinder.

Ich bin das Feuer der Zeit

Ich bin eine indianische Frau.

Niki Paulzire
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Eine Nation ist nicht besiegt
ehe die Herzen ihrer Frauen
am Boden sind.

Dann ist es geschehen,
egal wie tapfer ihre Krieger
oder wie gut ihre Waffen sein
mögen.

Traditionelles Sprichwort der
Cheyenne

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Wer etwas Wichtiges vorhat,
sollte keine langen Reden halten,
sondern nach ein paar Worten
zur Sache kommen.

Sagoyewatha,
Red Jacket (Seneca)

Als die Erde mit all ihren Lebewesen erschaffen wurde, war es nicht die Absicht des Schöpfers, daß nur Menschen auf ihr leben sollten. Wir wurden zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern in diese Welt gesetzt, mit denen, die vier Beine haben, mit denen, die fliegen, und mit denen, die schwimmen. All diese Lebewesen, auch die kleinsten Gräser und die größten Bäume, bilden mit uns eine große Familie. Wir alle sind Geschwister und gleich an Wert auf dieser Erde.

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Was ist das Leben? Es leuchtet auf wie ein Glühwürmchen in der Nacht. Es vergeht wie der Hauch des Büffels im Winter. Es ist wie der kurze Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.
CROWFOOT 

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Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei,dann sagt auch nicht ein Falke zum andern:"Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schliessen wir uns an!"Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.

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Mit Uhren kennen wir uns nicht aus. Wir tun die Dinge dann,
wenn wir bereit sind.

Irokesen Sachem

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Ich sitze in freier Natur, am See.
Die Weißen möchten, daß ich wie sie arbeite,
wie sie viel Geld verdiene.
wie sie ein Auto kaufe
und wie sie in freier Natur, an einem See, Urlaub mache und angle.

Ich sitze schon in freier Natur , am See...

Kanadischer Indianer

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Tötet nicht die Bäume, macht nicht das Wasser unserer Flüsse trübe. Reißt nicht das Eingeweide unserer Erde auf. Sonst werden die Flüsse und Bäume weinen."

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Alle Dinge der Schöpfung sind heilig. Jeder Morgen ist heilig, jeder Tag ist heilig, denn das Licht des Tages wurde von Wankan Tanka, unserem Vater gesandt. Bedenkt, daß alle Geschöpfe dieser Welt heilig sind und darum entsprechend behandelt werden wollen.
HEHAKA SAPA
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"Der Rauch aus unserer heiligen Pfeife ist der Atem des Großen Geistes. Wenn wir beisammensitzen und die Pfeife rauchen, bilden wir einen Kreis, der ohne Ende ist und alles umschließt,was auf der Erde lebt."
Lame Deer (Tahca Ushte)

Ihr sollt wissen, daß alles, was ihr braucht, Geschenke der Erde unten, des Himmels oben und der vier Winde sind. Wenn ihr euch gegen diese Elemente vergeht, wird es schlimme Konsequenzen für euch haben
Sioux-Legende

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Die Weißen haben uns viel versprochen, mehr, als ich aufzählen kann, aber gehalten haben sie nur ein Versprechen: sie schworen, unser Land zu nehmen, und sie haben es genommen. Red Cloud ( Häuptling der Oglala-Teton-Sioux )

 Wir wurden zusammen mit allen Geschöpfen auf diese Erde gesetzt. Alle diese Geschöpfe, auch die kleinsten Gräser und die größten Bäume, sind mit uns eine Familie. Wir sind alle Geschwister und gleich an Wert auf dieser Erde.
DANKGEBET DER IROKESEN

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Kein Mensch kann seine Mutter besitzen, keiner kann die Erde zu seinem Eigentum machen....Ojibwa

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"Bevor unsere weißen Brüder kamen, um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns auch keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte, keine Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die - wie man uns sagt - für eine zivilisierte Gesllschaft so notwendig sind."
(Lame Deer)

 Sie behaupten, unsere Erde gehört ihnen. Seht Brüder, der Frühling ist da. Die Sonne hat die Erde umarmt. Bald werden wir die Kinder dieser Liebe sehen. Jeder Same, jedes Tier ist erwacht. Die selbe Kraft hat auch uns geboren. Darum gewähren wir auch unseren Mitmenschen und unseren Freunden, den Tieren, die gleichen Rechte wie uns, auf dieser Erde zu leben. Aber hört Brüder. Jetzt haben wir es mit einer anderen Art zu tun. Sie waren wenige und schwach; jetzt aber sind es viele und sie sind stark und überheblich. Es ist kaum zu glauben, sie wollen die Erde umpflügen. Habgier ist ihre Krankheit. Sie haben viele Gesetze gemacht und die Reichen dürfen sie brechen, die Armen aber nicht. Sie nehmen das Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Starken damit zu stützen. Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie auf's neue gebären soll. Was sie tun ist nicht heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem Wege.
Sitting Bull (Tatanka Yotanka)Lakota Sioux

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Weißt Du, daß Bäume reden? Ja, sie reden. Die sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst. Aber die weißen Menschen hören nicht zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer anzuhören, und ich fürchte, sie werden auch auf die anderen Stimmen in der Natur nicht hören. Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren: manchmal etwas über das Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Großen Geist.
Tatanga Mani

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Die Traumbilder zeigen manchmal einen verstorbenen Vorfahren,
den Geist eines Wissenden, der uns zu führen versucht,
oder die empfindsame Seele einer Person,
die uns liebt und unseren Geist nicht verlassen mag.
In den Träumen erscheinen gelegentlich auch beängstigende Figuren.
Lass dich von ihnen nicht erschrecken,
sie sind nichts als die dunklen Teile deiner selbst.
Lerne einzuschlafen, indem du dich dem Schutz deiner Verbündeten anvertraust.
Wende deinen Schlaf der Sonnenseite zu.

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Träume sind Boten, die aus der Tiefe deiner Selbst kommen.
Sie tauchen an den Grenzen des Schlafes auf, sind Fackelträger.
Beim Erwachsenen verlöscht die Erinnerung an den Traum,
die Reiter machen sich auf den Rückweg, die Botschaft geht verloren.
Lerne, dich an deine Träume zu erinnern,
indem du täglich an sie denkst wie an Freunde.

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WAS ist das Leben?
Es leuchtet auf wie ein Glühwürmchen in der Nacht. Es vergeht wie der Hauch des Büffels im Winter. Es ist wie der kurze Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.
(Crowfoot, Blackfoot)
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Wie die Lehrer sagten, gibt es nur eines, das allen Menschen gleichermaßen eigen ist - das ist ihre EINSAMKEIT.
Keine zwei Personen auf der Oberfläche dieser Erde sind sich in irgendetwas gleich, außer in ihrer Einsamkeit. Das ist die Ursache für unser Wachstum, aber es ist auch die Ursache für unsere Kriege. Liebe, Haß, Neid und Großzügigkeit sind alle in unserer Einsamkeit verwurzelt, dem Wunsch, gebraucht und geliebt zu werden. Der einzige Weg, unsere Einsamkeit zu überwinden, ist das BERÜHREN. Nur auf diesem Wege können wir lernen, ganze Wesen zu sein. Gott ist eine Gegenwart dieses Ganzen.
(Hyemeyohsts Storm, Cheyenne)

 Wenn du dein Herz nicht hart werden lässt, wenn du deinen Mitmenschen kleine Freundlichkeiten erweist, werden sie dir mit Zuneigung antworten. Sie werden dir freundliche Gedanken schenken. Je mehr Menschen du hilfst, desto mehr dieser guten Gedanken werden auf dich gerichtet sein. Dass Menschen dir wohlgesinnt sind, ist mehr wert als Reichtum.

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Es gibt mehr als eine Straße, die zum Leben nach dem Leben führt, es gibt mehr als eine Art zu lieben, es gibt mehr als einen Weg, die andere Hälfte seines Selbst in einem anderen Menschen zu finden, es gibt mehr als eine Art, den Feind zu bekämpfen.
(Eine Nootka)
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"Im Stamm der Lakota war jeder gern bereit, Kinder zu betreuen. Ein Kind gehörte nicht nur einer bestimmten Familie an, sondern der großen Gemeinschaft der Sippe - sobald es gehen konnte, war es im ganzen Lager daheim, denn jeder fühlte sich an sein Verwandter. Meine Mutter erzählte mir, dass ich als Kind oft von Zelt zu Zelt getragen wurde und sie mich an manchen Tagen nur hie und da zu Gesicht bekam. Niemals sprachen meine Eltern oder Verwandten ein unfreundliches Wort zu mir, und niemals schalten sie mich, wenn ich etwas falsches getan hatte. Ein Kind zu schlagen, war für einen Lakota eine unvorstellbare Grausamkeit."
(Luther Standing Bear)
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Wir haben unser Land und unsere Freiheit verloren, aber noch haben wir unsere Art zu denken und zu leben bewahrt. Als Indianer könnten wir einen bedeutenden Beitrag zu eurer Kultur leisten. Nur wenigen Weißen kommt es in den Sinn, das auch die Menschen anderer Hautfarbe, seien sie nun rot oder schwarz oder gelb, sich Gedanken darüber machen, wie diese Welt besser werden könnte.
Vieles ist verrückt in der Welt des weißen Mannes. Wir glauben, dass die Weißen sich mehr Zeit nehmen sollten, um mit der Erde, den Wäldern und allem, was wächst, vertrauter zu werden, statt wie eine in Panik geratene Büffelherde herumzurasen. Wenn die weißen Menschen auch nur einige unsere Ratschläge befolgten, fänden sie eine Zufriedenheit, die sie jetzt nicht kennen und die sie auf der Jagd nach Geld und Vergnügen vergeblich suchen. Wir Indianer können die Menschen immer noch lehren, wie man im Einklang mit der Natur lebt."
(Tatanga Mani, Stoney)

 Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg!

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"Die Menschen meines Volkes waren weise. Sie vernachlässigten ihre Kinder nicht. Unsere Lehrer - Großväter, Väter, Onkel - waren sorgfältig und geduldig. Sie versäumten es nie, eine gute Leistung zu loben, vermieden es aber, dabei ein Wort zu sagen, das einen anderen Jungen entmutigt hätte, der nicht so schnell lernte. Wenn ein Junge versagte und seine Aufgabe nicht bewältigte, nahmen sie sich seiner mit doppelter Mühe an, bis er seine Fähigkeiten entfaltet hatte und soweit war, wie es seinen Anlagen entsprach."
(Plenty Coups)

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"Der Rote Mann kämpft für sein Volk, seine Familie, um Nahrungsvorräte und Jagdgebiete, um das Überleben. Der Weisse Mann kämpft aus Gier nach mehr für sich und seinen Hunger nach Geld und Gold. Er denkt an sich immer zuerst. Bei den roten Männern ist der reich zu nennen, der viele Geschenke macht; Bei den weissen Männern kommt es darauf an, immer noch mehr anzuhäufen und bloss nichts wegzugeben. Der rote Mann liebt die Natur, weil er ein Teil von ihr ist. Der weisse Mann tötet die Natur, obwohl auch er ein Teil von ihr ist. DAS nenne ich verückt.."
(Suvate, Dog Soldier)

 Weisst du, dass die Bäume reden? Ja, sie reden. Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst. Aber die weissen Menschen hören nicht zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer anzuhören, und ich fürchte, sie werden auch auf die anderen Stimmen in der Natur nicht hören. Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren: manchmal etwas über das Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Grossen Geist.

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So vielfältig sind die Wunder der Schöpfung, dass diese Schönheit niemals enden wird. Die Schöpfung ist hier. Sie ist genau jetzt in Dir, ist es immer schon gewesen. Die Welt ist ein Wunder. Die Welt ist Magie. Die Welt ist Liebe. Und sie ist hier, jetzt.
(Gayle High Pine)

 Wozu brauchen wir die Zeit? Damals in den alten Tagen brauchten wir sie nie. Wir richteten uns nach Aufgang und Untergang der Sonne. Wir mußten uns niemals beeilen. Wir brauchten nie auf die Uhr zu blicken. Wir mußten nicht zu einer bestimmten Zeit bei der Arbeit sein. Wir taten, was getan werden mußte, wenn uns danach war. Aber wir achteten darauf, es zu tun, bevor der Tag zu Ende ging. Wir hatten mehr Zeit, denn der Tag war noch ganz.

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Lausche stets auf die Welt, wie ein Kind, das über alles staunt.
Hege ein Gefühl der Liebe und Bewunderung für die gesamte Schöpfung,
vom winzigsten Grashalm bis zum Entferntesten Gestirn.
So wirst du die verloren gegangene Harmonie wieder finden

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Lerne die Schönheit des Augenblicks zu genießen,
den Flug eines Vogels,
das Brausen des Windes, das Plätschern einer Quelle,
den geheimnisvollen Halbschatten des Unterholzes.
Werde wie ein Kind mit seinem Staunen über alle Dinge,
und die Zeit wird stillstehen.
Dann wirst du die ganze Welt durch deinen eigenen Körper erfahren.

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"Sie behaupten, unsere Erde gehört ihnen. Seht Brüder, der Frühling ist da. Die Sonne hat die Erde umarmt. Bald werden wir die Kinder dieser Liebe sehen. Jeder Same, jedes Tier ist erwacht. Diesselbe Kraft hat auch uns geboren. Darum gewähren wir auch unseren Mitmenschen und unseren Freunden, den Tieren, die gleichen Rechte wie uns, auf dieser Erde zu leben. Aber hört Brüder. Jetzt haben wir es mit einer anderen Art zu tun. Sie waren wenige und schwach; jetzt aber sind es viele und sie sind stark und überheblich. Es ist kaum zu glauben, sie wollen die Erde umpflügen. Habgier ist ihre Krankheit. Sie haben viele Gesetze gemacht und die Reichen dürfen sie brechen, die Armen aber nicht. Sie nehmen das Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Starken damit zu stützen. Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie auf's neue gebären soll. Was sie tun ist nicht heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem Wege."
(Sitting Bull, Lakota)

 Als die Erde mit all ihren Lebewesen erschaffen wurde, war es nicht die Absicht des Schöpfers, daß nur Menschen auf ihr leben sollten. Wir wurden zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern in die Welt gesetzt, mit denen, die vier Beine haben, mit denen, die fliegen, und mit denen, die schwimmen.All diese Lebewesen, auch die kleinsten Gräser und die größten Bäume, bilden mit uns eine große Familie. Wir alle sind Geschwister und gleich an Wert auf dieser Erde

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Erwarte nichts von den anderen,
wenn du selbst noch nichts gegeben hast.
Nimm dir ein Beispiel an der heiligen Erde,
die stets gibt, ohne Unterlass erneuert,
alles wieder gebiert und niemals etwas zurückhält.

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Betrachte die Welt nicht mehr voller Unruhe.
Dann strahlt das Licht des Tages aus deinen Augen.
Sie sind der Spiegel der Welt.

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Vor langer Zeit erzählte mir mein Vater, was sein Vater ihm erzählt hatte, daß es einst bei den Lakota einen heiligen Mann namens "Drinks Water" (Trinkt Wasser) gegeben habe, der das träumte, was erst kommen sollte... Er träumte, daß die Vierbeinigen zurück auf die Erde kämen und daß eine fremdartige Rasse ihr Netz um die Lakota weben würde. Er sagte: "Ihr werdet in grauen, quadratischen Häusern wohnen, in einem unfruchtbaren Land...". Manchmal wissen die Träumenden mehr als die Wachen.

Black Elk, Oglala Sioux, ca. 1932

Männer wurden ihrer Verdienste wegen in den Stammesrat berufen. Ein Mann mochte arm sein, nur wenige Pferde besitzen, in einem kleinen Zelt wohnen und dennoch einen Sitz im Stammesrat haben. Reichtum allein verhalf niemandem zu Macht und Einfluß. Hatte ein Mann noch so viele Pferde, einen Platz unter den Weisen konnte er sich damit nicht erkaufen.

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