Wir, die
wir das Geheimnis der Pfeife kennen, wissen auch,daß wir
als lebendiger Teil dieser Erde ihr nicht Gewalt antun können
,ohne uns selbst zu verletzen. Lame Deer (? - 1877 )
 |
Urteile
nie über einen Menschen, bevor Du nicht sieben Meilen in
seinen Mokkasins gegangen bist. |
 |
Black Elk: "Das Opfer der
Pfeife"
Sieh', ich fülle diese heilige Pfeife mit
der Borke der roten Weide; aber ehe wir sie rauchen, mußt
Du sehen, wie sie beschaffen ist, und was sie bedeutet. Die vier
Bänder, die hier am Rohr hängen, sind die vier Viertel
des Alls. Das Schwarze ist für den Westen, wo die Donnerwesen
wohnen, die uns den Regen senden; das weiße für den
Norden, von wo der große, weiße, reinigende Wind
kommt; das rote für den Osten, wo der Morgenstern wohnt,
der die Menschen mit Weisheit begabt; das gelbe für den
Süden, wo der Sommer herkommt und die Gewalt des Wachstums
für Pflanzen, Tiere und Menschen.
Aber diese vier Geister sind am Ende nur ein Geist,
und diese Adlerfeder hier ist für diesen einen, der gleich
dem Vater ist, und sie ist auch für die Gedanken der Menschen,
die sich so hoch wie der Adler erheben sollten. Ist nicht der
Himmel ein Vater und die Erde eine Mutter, und sind nicht alle
lebenden Dinge mit Füßen oder Flügeln oder Wurzeln
Ihre Kinder? Und diese Tierhaut hier am Mundstück, die aus
Büffelhaut sein sollte, bedeutet die Erde, von der wir gekommen
sind und an deren Brust wir wie kleine Kinder unser Leben lang
saugen, zusammen mit all den Tieren und Vögeln und Bäumen
und Gräsern. Und weil sie all das aussagt, und dazu noch
mehr als irgendein Mensch verstehen könnte, darum ist diese
Pfeife heilig.
"Nur die Hände der Guten sollen damit
umgehen, und die schlechten sollen es nicht einmal erblicken!"
WHITE BUFFALOKALF WOMAN
|
Ich bin ein
Sohn Nordamerikas von Häuptling Dan Georg
Im Verlauf meines Lebens habe ich in zwei ganz unterschiedlichen
Kulturen gelebt. Ich wurde in eine Kultur hineingeboren, die
in Gemeinschaftshäusern wohnte. Meines Großvaters
Haus war 80 Fuß lang. Es wurde "smoke house"
(Rauchhaus) genannt, und es stand unten am Strand längs
der Bucht.
Alle Söhne meines Großvaters und deren Familien lebten
in dieser großen Wohnstätte. Ihre Schlafräume
waren durch Binsenschilfdecken voneinander getrennt, aber ein
offenes Feuer in der Mitte diente allen zum Kochen. In solchen
Häusern lernten die Menschen - im ganzen Stamm - miteinander
zu leben, lernten, füreinander da zu sein, lernten, die
Rechte jedes
einzelnen zu respektieren. Und die Kinder teilten die Gedankenwelt
der Erwachsenen und fanden sich umgeben von Tanten und Onkeln,
Vettern und Basen, die sie liebten und sie nicht bedrohten. Mein
Vater wurde in solch einem Haus geboren und lernte von Kindheit
an, wie man Menschen gern hat und sich bei ihnen heimisch fühlt.
Und über dieses Sich-gegenseitig-Annehmen hinaus empfand
man tiefen Respekt für die einen umgebende Natur. Mein Vater
liebte die Erde und all ihre Geschöpfe. Die Erde war seine
zweite Mutter. Die Erde und alles, was sie enthielt, war ein
Geschenk von "See-see-am"..., und man dankte diesem
großen Geist, indem man mit seinen Gaben achtungsvoll umging
Ich erinnere mich, wie ich als kleiner Junge mit dem Vater den
"Indian River" stromaufwärts fischte, und ich
kann ihn jetzt immer noch sehen, als am frühen Morgen die
Sonne aufging über dem Berggipfel...
Ich kann ihn am Rande des Wassers stehen sehen mit hoch über
dem Kopf erhobenen Armen, dabei leise ausrufend: "Dank sei
Dir, Dank sei Dir." Dies hinterließ einen tiefen Eindruck
in meinem kindlichen Gemüt.
Und ich werde nie seine Enttäuschung vergessen, als er mich
einmal dabei erwischte, als ich mit meinem Fischhaken "nur
so aus Spaß" Fische fing. "Mein Sohn", sagte
er, "der Große Geist gab Dir diese Fische als Deine
Brüder, um Dich zu ernähren, wenn Du hungrig bist.
Du mußt sie achten. Du darfst sie nicht töten; nur
so aus Spaß." Das war also die Welt, in die ich hineingeboren
wurde, und für einige Jahre die einzige, die ich wirklich
kannte und auskostete. Aus diesem Grunde finde ich es schwer,
viele der Dinge, die ich um mich herum sehe, zu akzeptieren.
Ich sehe, wie Menschen in "smoke houses"
leben, die hundertmal größer sind als dasjenige, das
ich kannte. Aber die Menschen in einem Apartment kennen nicht
einmal ihre Nachbarn, und sie sind ihnen auch völlig gleichgültig.
Es ist auch schwer für mich, den tiefen Hass, den es unter
den Menschen gibt, zu verstehen. Es ist schwer, eine Kultur zu
verstehen, die den Tod von Millionen in vergangenen Kriegen rechtfertigt
und die in diesem Augenblick Bomben herstellt, um eine noch größere
Anzahl zu töten. Es ist schwer für mich, eine Kultur
zu verstehen, die mehr für Kriege und Mordwaffen ausgibt
als für die Erziehung sowie Wohlfahrt und Entwicklungshilfe.
Es ist schwer für mich, eine Kultur zu verstehen, die nicht
nur ihre Brüder hasst und bekämpft, sondern die sich
sogar an der Natur vergreift und sie missbraucht. Ich sehe, wie
meine weißen Brüder hergehen und die Natur in ihren
Städten völlig zerstören. Ich sehe, wie sie die
Hügel kahl schlagen und hässliche Wunden auf den Bergen
hinterlassen. Ich sehe, wie sie Dinge aus dem Schoß der
Mutter Erde herausreißen, als ob sie ein Ungeheuer wäre,
das sich weigert, ihre Schätze mit ihnen zu teilen. Ich
sehe, wie sie Gift ins Wasser werfen, gleichgültig dem Leben
gegenüber, das sie dort töten; und sie ersticken die
Luft mit tödlichen Dünsten. Mein weißer Bruder
macht vieles gut, denn er ist klüger als mein Volk, aber
ich frage mich, ob er denn richtig zu lieben weiß. Ich
frage mich, ob er überhaupt jemals gelernt hat zu lieben.
Vielleicht liebt er nur die Dinge, die sein eigen sind, aber
hat niemals gelernt, die Dinge zu lieben, die außerhalb
und jenseits seiner selbst liegen. Und dies ist freilich überhaupt
keine Liebe, denn der Mensch muss alle Schöpfung lieben,
oder er wird nichts davon lieben. Der Mensch muss voll und ganz
lieben, oder er wird zum niedrigsten aller Geschöpfe werden.
Ist es doch die Macht der Liebe, die ihn zum größten
von allen macht... denn er allein unter allen Geschöpfen
ist der Liebe fähig.
Die Liebe ist etwas, was wir, Du und ich, zu eigen haben müssen.
Wir müssen von ihr ganz erfüllt sein, denn unser Geist
wird von ihr genährt. Wir müssen sie haben, denn ohne
sie werden wir schwach und kraftlos. Ohne die Liebe wird unsere
Selbstachtung geschwächt. Ohne sie verlieren wir den Mut.
Ohne die Liebe können wir nicht mehr mit Zuversicht in die
Welt blicken. Statt dessen wenden wir uns nach innen und beginnen,
von unserer eigenen Persönlichkeit zu zehren, und nach und
nach zerstören wir uns dann.
Du und ich, wir brauchen die Kraft und die Freude, die aus der
Erkenntnis entspringt, dass wir geliebt werden. Das gibt uns
schöpferische Kraft. Dadurch schreiten wir unermüdlich
voran. Damit - und allein damit - sind wir imstande, uns für
unsere Nächsten aufzuopfern.
Es gab Zeiten, in denen wir alle ganz dringend eine beruhigende
Hand auf uns fühlen wollten... Es gab einsame Zeiten, in
denen wir uns so sehr nach einem starken Arm, der uns umfasste,
sehnten ... Ich kann nicht aus drücken, wie ich die Gegenwart
meiner Frau zutiefst vermisse, wenn ich von einer Reise zurückkehre.
Ihre Liebe war meine größte Freude, meine Stärke,
mein größter Segen.
Ich fürchte, dass meine Kultur der eurigen wenig zu bieten
hat. Aber meine Kultur hat die Freundschaft und die Geselligkeit
hochgeschätzt. Das Zurückgezogensein hielt sie nicht
für etwas, an dem man um jeden Preis festhalten sollte,
denn das Für-sich-allein-Leben errichtet Trennmauern, und
Trennmauern fördern das Misstrauen. Meine Kultur lebte in
großen Familiengemeinschaften, und von klein auf lernten
die Menschen, miteinander zu leben.
Meine Kultur legte keinen Wert auf das Anhäufen
von privater Habe; in der Tat galt bei meinem Volk das Horten
als etwas Schändliches. Der Indianer erachtete alles in
der Natur als ihm gehörig, und er war bereit, es mit anderen
zu teilen und nur das zu nehmen, dessen er bedurfte.
Jedermann liebt es, zu geben und zu erhalten. Niemand möchte
immer und jederzeit nur bekommen. Wir haben viel von eurer Kultur
angenommen... Ich wünschte, ihr hättet auch etwas von
unserer Kultur übernommen, denn es war manch Schönes
und Gutes darin.
Bald wird es zu spät sein, meine Kultur kennen zu lernen,
denn wir stehen vor der Integration, und bald werden wir keine
Werte mehr haben außer euren. Viele unserer jungen Menschen
haben bereits die alten Wege vergessen. Und viele wurden durch
Spott und Verachtung dazu gebracht, sich ihrer indianischen Art
zu schämen. Meine Kultur ist wie ein verwundetes Reh, das
sich im Wald verkroch, um allein zu bluten und zu verenden.
Das einzige, was uns noch helfen kann, ist die echte Liebe. Ihr
müsst uns aufrichtig lieben, müsst Geduld haben mit
uns und mit uns teilen. Und wir müssen euch lieben - mit
einer wahren Liebe, die vergisst und vergibt... eine Liebe, die
die schrecklichen Leiden verzeiht, die eure Zivilisation uns
gebracht hat, als sie über uns hinwegrollte wie eine Woge,
die gegen einen Strand tost... mit einer Liebe, die vergisst
und den Blick erhebt und in euren Augen einen liebevollen Widerstrahl
des Vertrauens und Annehmens sieht.
Das ist Brüderlichkeit... alles, was weniger ist, ist des
Namens nicht würdig.
Ich habe gesprochen. |
Die indianische Art zu leben bedeutet Freiheit
- eine intensive und allumfassende Liebe zur Natur, Ehrfurcht
vor dem Leben und das feste vertrauen zu einem höherem Wesen.
Die Beziehung des Indianers zu anderen Menschen basiert auf Wahrheit,
Ehrlichkeit, Großzügigkeit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
Luther Bear - Oglala Sioux
Der weiße Mann wurde jenseits des großen
Wassers geschaffen- Sein Land ist dort seit die Weißen
über das Meer gekommen sind, habe ich ihnen immer weiter
Platz gemacht. Jetzt sind überall um mich Weiße.Mir
ist nur noch ein kleines Stück Land geblieben. Der große
Geist hat mir gesagt, ich soll es behalten. Red
Cloud ( 1822 - 1909 )
Die Jahreszeiten bilden in Ihrem Wechsel einen
unendlichen großen Kreis und kommen immer wieder an den
Punkt zurück,an dem sie begonnen haben. Black Elk (1863-1950) |
Großer Geist
bin nicht mehr taub
kann dich wieder hören
die vierflügelige Libelle
flüsterte mir zu
wir sind Brüder
Ich höre deine Stimme im Wind,
in den Bäumen...
Ich laufe durch das hohe Gras
nicht mehr alleingelassen
mit Mutter Erde vereint.
Ich zog sie an mich
und hörte die Ameisen reden
die nie den alten Weg vergaßen...
Ich bringe die heiligen Steine.
Tahca Isnala
____________________
Ich bin das Land.
Meine Augen sind der Himmel.
Meine Glieder sind die Bäume.
Ich bin der Fels, die Wassertiefe.
Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen.
Ich bin selbst Natur.
Hopi Indianer
-----------------
"Der erste Friede,
der Wichtigste, er ist der,
welcher in die Seelen der Menschen einzieht,
wenn sie ihre Verwandschaft,
ihr Einsein mit dem Universum begreifen und inne werden,
daß im Mittelpunkt der Welt das große Geheimnis wohnt,
und das diese Mitte tatsächlich überall ist.
Sie ist in jedem von uns.
Dies ist der wirkliche Friede, alle anderen sind lediglich Spiegelungen
davon.
Der zweite Friede ist der,
welcher zwischen Einzelnen geschlossen wird.
Und der dritte ist der zwischen Völkern.
Doch vor allem sollt ihr verstehen,
daß es nie Frieden geben kann, solange nicht der erste
Friede vorhanden ist,
welcher wie ich schon so oft sagte,
innerhalb der Menschenseelen wohnt!"
(Hehaká Sapa, Ogallal-Sioux)
Alles auf dieser Erde hat seinen Zweck, jede Krankheit
eine Pflanze zu ihrer Heilung und jeder Mensch seine Bestimmung.
Dies ist die Indianische Lehre von der Existenz. Mourning
Dove ( 1888 - 1936 )
------------------
Ich liebe mein Tipi, mein Zelt. Es ist immer sauber,
es ist warm im Winter und kühl im Sommer, ich kann es auf
meinen Wanderungen mitnehmen und aufstellen, wo immer ich will.
Die weißen Menschen bauen große Häuser; ein
Haus kostet sie viel Geld und ist doch nur ein großer Käfig,
der die Sonne aussperrt und der krank macht und immer auf demselben
Platz steht. Indianer und Tiere verstehen besser zu leben als
die weißen Menschen, die vergessen haben, daß die
Geschöpfe dieser Erde Luft und Sonne und klares Wasser brauchen,
um gesund zu bleiben...
Flying Hawk
--------
Was ich ihm sage
Ich gehe mit meinem Sohn ins Freie
und zeige ihm einen Baum,
lasse ihn die Blätter berühren,
das ist ein Blatt, sieh her,
es ist grün, es hat Adern,
so ist es geformt,
greifs an.
Er berührt das Blatt,
und der Zweig zittert mit,
dicke Händchen greifen ungestüm und zärtlich
nach dem, was ich ihm zeige.
Ich lasse ihn barfuß
auf dem Boden stehn,
diese Erde spüren,
braune Erde und Kiesel,
festen Lehm,
Samen haben es schwer,
darin Wurzel zu fassen,
erst Sand und Blätter,
Zweige und Dünger
machen den Boden fruchtbar.
Das alles sage ich ihm.
Simon J. Ortiz
|
Alles in der Welt ist zweifach. Unser Geist hat
eine gute und eine böse Seite. Mit unseren Augen sehen wir
Schönes und Hässliches... Wir haben eine rechte Hand,
die Schläge austeilt und viel Übles tut und eine linke
Hand voller liebe, die nah beim herzen ist. Ein Fuß kann
uns auf den falschen Pfad führen, der andere zum guten.
Und so hat alles zwei Seiten.
Häuptling Eagle - Pawnee
Ihr habt bemerkt, daß die Wahrheit
mit zwei Gesichtern auf die Welt kommt: das eine ist traurig
und voller Leid, das andere lacht. Und doch ist es ein und dasselbe
Gesicht, ob es nun lacht oder weint. Wenn Menschen am Verzweifeln
sind, ist das lachende Gesicht besser für sie; aber wenn
es ihnen zu gut ergeht und sie sich zu sicher fühlen, ist
es besser für sie, daß weinende Gesicht zu sehen.
Hehaka sapa |
"Ihr könnt genauso gut erwarten, dass
die Flüsse rückwärts fliessen, als dass ein Mensch,
der frei geboren wurde, damit zufrieden ist, eingepfercht zu
leben, ohne die Freiheit zu gehen wohin er beliebt."
Chief Joseph
------------------------------------------------
Hügel sind immer schöner als Häuser
aus Stein. In einer großen Stadt wird das Leben zu einem
künstlichen Dasein. Viele Menschen spüren kaum noch
richtige Erde unter den Füßen, sie sehen kaum noch
Pflanzen wachsen, außer in Blumentöpfen,und lassen
nur selten die Lichter der Straße hinter sich, um den Zauber
eines sternenübersäten Nachthimmels auf sich wirken
zu lassen. Wenn Menschen so weit weg von all dem Leben, was der
Große Geist geschaffen hat, dann vergessen sie leicht seine
Gesetze. Tatanga Mani |
Es gibt kein "Besser" oder "Schlechter",
nur Unterschiede. Diese müssen respektiert werden, egal
ob es sich um die Hautfarbe, die Lebensweise oder eine Idee handelt.
(Kote Kotah, Chumash)
---------------------------
Halte nicht an deinen bösen Gedanken,
deinen Gefühlen des Zorns,
der Furcht oder der Schuld fest.
Betrachte sie wie Vorüberziehende Vögel am Himmel,
die keinerlei Spuren hinterlassen.
---------------------------
Du hast Angst vor den anderen und suchst Zuflucht
im dunkelsten Teil deiner selbst,
im Bereich des Bedauerns und der Gewissensbisse.
Verlasse diese Region der Trostlosigkeit und entdecke
den wahren Weg des Herzens.
--------------------------------
Meine Vernunft sagt mir,daß man Land nicht
verkaufen kann. Der Große Geist gab es seinen Kindern,
damit sie einen Platz zum Leben haben und auf ihren Feldern anbauen,
was sie an Nahrung brauchen. Solange sie dort wohnen und ihre
Felder bestellen, haben sie ein Anrecht auf diesen Grund und
Boden - nur wenn sie ihr Land freiwillig verlassen, dürfen
sich andere Menschen darauf ansiedeln. Verkaufen kann man nur
Dinge, die man wegtragen kann. Black Hawk
------------------
-----------Vieles ist töricht an eurer sogenannten
Zivilisation. Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen
dem Geld nach, bis ihr so viel habt, daß ihr gar nicht
lang genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert
Wälder, den Boden, ihr verschwendet die natürlichen
Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr, die
all dies ebenfalls braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer
besseren Welt, während ihr immer größere Bomben
baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören.
Tatanga Mani
---------
Die Erde ist schön.
Der Himmel ist schön.
mein Volk ist schön,
mein Herz ist voll Freude.
Wofür es sich lohnt zu zu leben,
dafür lohnt es sich auch zu sterben.
Hokahey !
John Laughing Wolf |
|
Wie kann man den Himmel verkaufen? Jeder
Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig. Jede glänzende
Kiefernadel, jedes sanfte Ufer, jeder Dunst in den dunklen Wäldern,
jede Lichtung und jedes Insekt ist heilig in der Erinnerung und
Erfahrung meines Volkes.
Der Saft der durch die Bäume fließt
trägt die Erinnerung des roten Mannes mit sich.
Die Toten des weißen Mannes vergessen das
Land ihrer Geburt , wenn sie zwischen den Sternen umherziehen.
Unsere Toten vergessen niemals diese wunderschöne Erde,
den sie ist die Mutter des roten Mannes. Unsere Toten lieben
für immer und vergessen nie die schnellen Flüsse der
Erde,die leisen Schritte des Frühlings, die glitzernden
Wellen auf der Oberfläche der Teiche, die Farbenpracht der
Vögel.Wir sind ein Teil der Erde , und sie ist ein Teil
von uns.
Die duftenden Blumen sind unsere Schwestern; das
Reh, das Pferd , der große Kondor sind unsere Brüder.
Die felsigen Bergrücken , die saftigen Wiesen, die Körperwärme
des Ponys und der Mensch gehören alle zur selben Familie.
Wir werden also Euer Angebot, unser Land zu verkaufen,
bedenken. Wenn wir uns entschliesen es anzunehmen, stelle ich
hier und jetzt eine Bedingung auf;
Der weiße Mann muß die Tiere seines
Landes als seine Brüder behandeln.
Ich habe Geschichten gehört von tausend Büffeln,
die auf der Prärie verrotten, liegen gelassen von weißen
Männern, die sie von einem vorbeifahrenden Zug aus erschossen
haben. Ich verstehe das nicht. Für uns sind Tiere unsere
Brüder und wir töten nur um am Leben zu bleiben. Wenn
wir dieses Land verkaufen, muß es der weiße Mann
uns gleichtun, denn die Tiere sind unsere Brüder. Was ist
der Mensch ohne Tiere?
Selbst der Regenwurm hält die Erde weich,
auf der der Mensch geht. Wenn alle Tiere fort wären, würde
der Mensch vor lauter Einsamkeit sterben. Denn was auch immer
den Tieren geschieht, geschied dem Menschen, denn wir sind alle
von einem Atem. Chief Seattle |
Ich halte diesen Türkis in meinen Händen.
Meine Hände halten den Himmel in diesem kleinen Stein.
Ich drehe den Stein, und der Himmel wird grösser.
Das ist die heitere Ruhe, die Steinen zu eigen sein kann, hier
fühle ich, wohin ich gehöre.
Ich bin glücklich mit diesem Himmel in meinen Händen,
in meinen Augen, in mir.
---------------------------------------------------------------------------
"Ich bin das Land. Meine Augen sind der Himmel.
Meine Glieder sind die Bäume.Ich bin der Fels, die Wassertiefe.
Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen.Ich
bin selbst Natur."
-------------------
Ich habe noch mehr
Ich kann es mir nicht vorstellen
ein Volk ohne Zuhaus
und doch sehe ich täglich
wie sie ziellos umherirren
wie sie verzweifelt
nach Wurzeln und Dingen suchen
die ihrem Leben
einen Sinn geben sollen.
Armer weißer Mann
in deiner Wut
in deinem Glanz
in all deinem Wohlstand
hast du dein Erbe verloren
jetzt willst du meines
da nimm es
ich habe noch mehr.
John Twobirds Arbuckle
-------
Ich bin das Feuer der Zeit
Die unendliche Säule
die dem Tod widerstanden hat.
Die Stütze einer unbesiegbaren Nation.
Ich bin die Sterne,
die verirrten Männern
den Weg gewiesen haben.
Ich bin die Mutter zehntausend
sterbender Kinder.
Ich bin das Feuer der Zeit
Ich bin eine indianische Frau.
Niki Paulzire
-----------------
Eine Nation ist nicht besiegt
ehe die Herzen ihrer Frauen
am Boden sind.
Dann ist es geschehen,
egal wie tapfer ihre Krieger
oder wie gut ihre Waffen sein
mögen.
Traditionelles Sprichwort der
Cheyenne
---------------
Wer etwas Wichtiges vorhat,
sollte keine langen Reden halten,
sondern nach ein paar Worten
zur Sache kommen.
Sagoyewatha,
Red Jacket (Seneca) |
Als die Erde mit all ihren Lebewesen erschaffen
wurde, war es nicht die Absicht des Schöpfers, daß
nur Menschen auf ihr leben sollten. Wir wurden zusammen mit unseren
Brüdern und Schwestern in diese Welt gesetzt, mit denen,
die vier Beine haben, mit denen, die fliegen, und mit denen,
die schwimmen. All diese Lebewesen, auch die kleinsten Gräser
und die größten Bäume, bilden mit uns eine große
Familie. Wir alle sind Geschwister und gleich an Wert auf dieser
Erde.
--------------------------------------------------------------
Was ist das Leben? Es leuchtet auf wie ein Glühwürmchen
in der Nacht. Es vergeht wie der Hauch des Büffels im Winter.
Es ist wie der kurze Schatten, der über das Gras huscht
und sich im Sonnenuntergang verliert.
CROWFOOT
----------------------------------------------------------------------
Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein
Schwarm Wildenten fliegt vorbei,dann sagt auch nicht ein Falke
zum andern:"Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der
richtige Weg sein, schliessen wir uns an!"Sie werden weiterhin
als Falken dem Weg der Falken folgen.
----------------------------------------
Mit Uhren kennen wir uns nicht aus. Wir tun die
Dinge dann,
wenn wir bereit sind.
Irokesen Sachem
-----------
Ich sitze in freier Natur, am See.
Die Weißen möchten, daß ich wie sie arbeite,
wie sie viel Geld verdiene.
wie sie ein Auto kaufe
und wie sie in freier Natur, an einem See, Urlaub mache und angle.
Ich sitze schon in freier Natur , am See...
Kanadischer Indianer
--------------------------- |
Tötet nicht die Bäume, macht nicht das
Wasser unserer Flüsse trübe. Reißt nicht das
Eingeweide unserer Erde auf. Sonst werden die Flüsse und
Bäume weinen."
--------------------------------------------------------------
Alle Dinge der Schöpfung sind heilig. Jeder
Morgen ist heilig, jeder Tag ist heilig, denn das Licht des Tages
wurde von Wankan Tanka, unserem Vater gesandt. Bedenkt, daß
alle Geschöpfe dieser Welt heilig sind und darum entsprechend
behandelt werden wollen.
HEHAKA SAPA
------------------------------------------------------------
"Der Rauch aus unserer heiligen Pfeife ist
der Atem des Großen Geistes. Wenn wir beisammensitzen und
die Pfeife rauchen, bilden wir einen Kreis, der ohne Ende ist
und alles umschließt,was auf der Erde lebt."
Lame Deer (Tahca Ushte) |
Ihr sollt wissen, daß alles, was ihr braucht,
Geschenke der Erde unten, des Himmels oben und der vier Winde
sind. Wenn ihr euch gegen diese Elemente vergeht, wird es schlimme
Konsequenzen für euch haben
Sioux-Legende
-------------------------------------------------------------
Die Weißen haben uns viel versprochen, mehr,
als ich aufzählen kann, aber gehalten haben sie nur ein
Versprechen: sie schworen, unser Land zu nehmen, und sie haben
es genommen. Red Cloud ( Häuptling der Oglala-Teton-Sioux
) |
Wir wurden zusammen mit allen Geschöpfen
auf diese Erde gesetzt. Alle diese Geschöpfe, auch die kleinsten
Gräser und die größten Bäume, sind mit uns
eine Familie. Wir sind alle Geschwister und gleich an Wert auf
dieser Erde.
DANKGEBET DER IROKESEN
-------------------------------------------------------------------------
Kein Mensch kann seine Mutter besitzen, keiner
kann die Erde zu seinem Eigentum machen....Ojibwa
-----------------------------------------
"Bevor unsere weißen Brüder kamen,
um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine
Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher.
Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten
weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es
bei uns auch keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein
Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all
dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um Wert auf
persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an,
um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld und
daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum
bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze,
keine Rechtsanwälte, keine Politiker, daher konnten wir
einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns,
bevor die Weißen kamen und ich kann es mir nicht erklären,
wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die -
wie man uns sagt - für eine zivilisierte Gesllschaft so
notwendig sind."
(Lame Deer) |
Sie behaupten, unsere Erde gehört ihnen.
Seht Brüder, der Frühling ist da. Die Sonne hat die
Erde umarmt. Bald werden wir die Kinder dieser Liebe sehen. Jeder
Same, jedes Tier ist erwacht. Die selbe Kraft hat auch uns geboren.
Darum gewähren wir auch unseren Mitmenschen und unseren
Freunden, den Tieren, die gleichen Rechte wie uns, auf dieser
Erde zu leben. Aber hört Brüder. Jetzt haben wir es
mit einer anderen Art zu tun. Sie waren wenige und schwach; jetzt
aber sind es viele und sie sind stark und überheblich. Es
ist kaum zu glauben, sie wollen die Erde umpflügen. Habgier
ist ihre Krankheit. Sie haben viele Gesetze gemacht und die Reichen
dürfen sie brechen, die Armen aber nicht. Sie nehmen das
Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Starken damit
zu stützen. Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre
ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter
ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und
ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären.
Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin,
auf das sie auf's neue gebären soll. Was sie tun ist nicht
heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling
tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem
Wege.
Sitting Bull (Tatanka Yotanka)Lakota Sioux
-----------------------------------------------------
Weißt Du, daß Bäume reden? Ja,
sie reden. Die sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir,
wenn du zuhörst. Aber die weißen Menschen hören
nicht zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer
anzuhören, und ich fürchte, sie werden auch auf die
anderen Stimmen in der Natur nicht hören. Ich selbst habe
viel von den Bäumen erfahren: manchmal etwas über das
Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Großen
Geist.
Tatanga Mani
---------------------------------------------------
Die Traumbilder zeigen manchmal einen verstorbenen
Vorfahren,
den Geist eines Wissenden, der uns zu führen versucht,
oder die empfindsame Seele einer Person,
die uns liebt und unseren Geist nicht verlassen mag.
In den Träumen erscheinen gelegentlich auch beängstigende
Figuren.
Lass dich von ihnen nicht erschrecken,
sie sind nichts als die dunklen Teile deiner selbst.
Lerne einzuschlafen, indem du dich dem Schutz deiner Verbündeten
anvertraust.
Wende deinen Schlaf der Sonnenseite zu.
----------------------------
Träume sind Boten, die aus der Tiefe deiner
Selbst kommen.
Sie tauchen an den Grenzen des Schlafes auf, sind Fackelträger.
Beim Erwachsenen verlöscht die Erinnerung an den Traum,
die Reiter machen sich auf den Rückweg, die Botschaft geht
verloren.
Lerne, dich an deine Träume zu erinnern,
indem du täglich an sie denkst wie an Freunde.
--------------------------
WAS ist das Leben?
Es leuchtet auf wie ein Glühwürmchen in der Nacht.
Es vergeht wie der Hauch des Büffels im Winter. Es ist wie
der kurze Schatten, der über das Gras huscht und sich im
Sonnenuntergang verliert.
(Crowfoot, Blackfoot)
----------------------------------------------------
Wie die Lehrer sagten, gibt es nur eines, das allen
Menschen gleichermaßen eigen ist - das ist ihre EINSAMKEIT.
Keine zwei Personen auf der Oberfläche dieser Erde sind
sich in irgendetwas gleich, außer in ihrer Einsamkeit.
Das ist die Ursache für unser Wachstum, aber es ist auch
die Ursache für unsere Kriege. Liebe, Haß, Neid und
Großzügigkeit sind alle in unserer Einsamkeit verwurzelt,
dem Wunsch, gebraucht und geliebt zu werden. Der einzige Weg,
unsere Einsamkeit zu überwinden, ist das BERÜHREN.
Nur auf diesem Wege können wir lernen, ganze Wesen zu sein.
Gott ist eine Gegenwart dieses Ganzen.
(Hyemeyohsts Storm, Cheyenne)
|
Wenn du dein Herz nicht hart werden lässt,
wenn du deinen Mitmenschen kleine Freundlichkeiten erweist, werden
sie dir mit Zuneigung antworten. Sie werden dir freundliche Gedanken
schenken. Je mehr Menschen du hilfst, desto mehr dieser guten
Gedanken werden auf dich gerichtet sein. Dass Menschen dir wohlgesinnt
sind, ist mehr wert als Reichtum.
-------------------------------------------------
Es gibt mehr als eine Straße, die zum Leben
nach dem Leben führt, es gibt mehr als eine Art zu lieben,
es gibt mehr als einen Weg, die andere Hälfte seines Selbst
in einem anderen Menschen zu finden, es gibt mehr als eine Art,
den Feind zu bekämpfen.
(Eine Nootka)
------------------------------------------------
"Im Stamm der Lakota war jeder gern bereit,
Kinder zu betreuen. Ein Kind gehörte nicht nur einer bestimmten
Familie an, sondern der großen Gemeinschaft der Sippe -
sobald es gehen konnte, war es im ganzen Lager daheim, denn jeder
fühlte sich an sein Verwandter. Meine Mutter erzählte
mir, dass ich als Kind oft von Zelt zu Zelt getragen wurde und
sie mich an manchen Tagen nur hie und da zu Gesicht bekam. Niemals
sprachen meine Eltern oder Verwandten ein unfreundliches Wort
zu mir, und niemals schalten sie mich, wenn ich etwas falsches
getan hatte. Ein Kind zu schlagen, war für einen Lakota
eine unvorstellbare Grausamkeit."
(Luther Standing Bear)
--------------------------------------------
Wir haben unser Land und unsere Freiheit verloren,
aber noch haben wir unsere Art zu denken und zu leben bewahrt.
Als Indianer könnten wir einen bedeutenden Beitrag zu eurer
Kultur leisten. Nur wenigen Weißen kommt es in den Sinn,
das auch die Menschen anderer Hautfarbe, seien sie nun rot oder
schwarz oder gelb, sich Gedanken darüber machen, wie diese
Welt besser werden könnte.
Vieles ist verrückt in der Welt des weißen Mannes.
Wir glauben, dass die Weißen sich mehr Zeit nehmen sollten,
um mit der Erde, den Wäldern und allem, was wächst,
vertrauter zu werden, statt wie eine in Panik geratene Büffelherde
herumzurasen. Wenn die weißen Menschen auch nur einige
unsere Ratschläge befolgten, fänden sie eine Zufriedenheit,
die sie jetzt nicht kennen und die sie auf der Jagd nach Geld
und Vergnügen vergeblich suchen. Wir Indianer können
die Menschen immer noch lehren, wie man im Einklang mit der Natur
lebt."
(Tatanga Mani, Stoney)
|
Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch
einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte,
die anderen wirf weg!
------------------
"Die Menschen meines Volkes waren weise. Sie
vernachlässigten ihre Kinder nicht. Unsere Lehrer - Großväter,
Väter, Onkel - waren sorgfältig und geduldig. Sie versäumten
es nie, eine gute Leistung zu loben, vermieden es aber, dabei
ein Wort zu sagen, das einen anderen Jungen entmutigt hätte,
der nicht so schnell lernte. Wenn ein Junge versagte und seine
Aufgabe nicht bewältigte, nahmen sie sich seiner mit doppelter
Mühe an, bis er seine Fähigkeiten entfaltet hatte und
soweit war, wie es seinen Anlagen entsprach."
(Plenty Coups)
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"Der Rote Mann kämpft für sein Volk,
seine Familie, um Nahrungsvorräte und Jagdgebiete, um das
Überleben. Der Weisse Mann kämpft aus Gier nach mehr
für sich und seinen Hunger nach Geld und Gold. Er denkt
an sich immer zuerst. Bei den roten Männern ist der reich
zu nennen, der viele Geschenke macht; Bei den weissen Männern
kommt es darauf an, immer noch mehr anzuhäufen und bloss
nichts wegzugeben. Der rote Mann liebt die Natur, weil er ein
Teil von ihr ist. Der weisse Mann tötet die Natur, obwohl
auch er ein Teil von ihr ist. DAS nenne ich verückt.."
(Suvate, Dog Soldier)
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Weisst du, dass die Bäume reden? Ja,
sie reden. Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir,
wenn du zuhörst. Aber die weissen Menschen hören nicht
zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer
anzuhören, und ich fürchte, sie werden auch auf die
anderen Stimmen in der Natur nicht hören. Ich selbst habe
viel von den Bäumen erfahren: manchmal etwas über das
Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Grossen
Geist.
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So vielfältig sind die Wunder der Schöpfung,
dass diese Schönheit niemals enden wird. Die Schöpfung
ist hier. Sie ist genau jetzt in Dir, ist es immer schon gewesen.
Die Welt ist ein Wunder. Die Welt ist Magie. Die Welt ist Liebe.
Und sie ist hier, jetzt.
(Gayle High Pine)
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Wozu brauchen wir die Zeit? Damals in den
alten Tagen brauchten wir sie nie. Wir richteten uns nach Aufgang
und Untergang der Sonne. Wir mußten uns niemals beeilen.
Wir brauchten nie auf die Uhr zu blicken. Wir mußten nicht
zu einer bestimmten Zeit bei der Arbeit sein. Wir taten, was
getan werden mußte, wenn uns danach war. Aber wir achteten
darauf, es zu tun, bevor der Tag zu Ende ging. Wir hatten mehr
Zeit, denn der Tag war noch ganz.
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Lausche stets auf die Welt, wie ein Kind, das über
alles staunt.
Hege ein Gefühl der Liebe und Bewunderung für die gesamte
Schöpfung,
vom winzigsten Grashalm bis zum Entferntesten Gestirn.
So wirst du die verloren gegangene Harmonie wieder finden
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Lerne die Schönheit des Augenblicks zu genießen,
den Flug eines Vogels,
das Brausen des Windes, das Plätschern einer Quelle,
den geheimnisvollen Halbschatten des Unterholzes.
Werde wie ein Kind mit seinem Staunen über alle Dinge,
und die Zeit wird stillstehen.
Dann wirst du die ganze Welt durch deinen eigenen Körper
erfahren.
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"Sie behaupten, unsere Erde gehört ihnen.
Seht Brüder, der Frühling ist da. Die Sonne hat die
Erde umarmt. Bald werden wir die Kinder dieser Liebe sehen. Jeder
Same, jedes Tier ist erwacht. Diesselbe Kraft hat auch uns geboren.
Darum gewähren wir auch unseren Mitmenschen und unseren
Freunden, den Tieren, die gleichen Rechte wie uns, auf dieser
Erde zu leben. Aber hört Brüder. Jetzt haben wir es
mit einer anderen Art zu tun. Sie waren wenige und schwach; jetzt
aber sind es viele und sie sind stark und überheblich. Es
ist kaum zu glauben, sie wollen die Erde umpflügen. Habgier
ist ihre Krankheit. Sie haben viele Gesetze gemacht und die Reichen
dürfen sie brechen, die Armen aber nicht. Sie nehmen das
Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Starken damit
zu stützen. Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre
ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter
ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und
ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären.
Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin,
auf das sie auf's neue gebären soll. Was sie tun ist nicht
heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling
tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem
Wege."
(Sitting Bull, Lakota)
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Als die Erde mit all ihren Lebewesen erschaffen
wurde, war es nicht die Absicht des Schöpfers, daß
nur Menschen auf ihr leben sollten. Wir wurden zusammen mit unseren
Brüdern und Schwestern in die Welt gesetzt, mit denen, die
vier Beine haben, mit denen, die fliegen, und mit denen, die
schwimmen.All diese Lebewesen, auch die kleinsten Gräser
und die größten Bäume, bilden mit uns eine große
Familie. Wir alle sind Geschwister und gleich an Wert auf dieser
Erde
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Erwarte nichts von den anderen,
wenn du selbst noch nichts gegeben hast.
Nimm dir ein Beispiel an der heiligen Erde,
die stets gibt, ohne Unterlass erneuert,
alles wieder gebiert und niemals etwas zurückhält.
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Betrachte die Welt nicht mehr voller Unruhe.
Dann strahlt das Licht des Tages aus deinen Augen.
Sie sind der Spiegel der Welt.
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Vor langer Zeit erzählte mir mein Vater, was
sein Vater ihm erzählt hatte, daß es einst bei den
Lakota einen heiligen Mann namens "Drinks Water" (Trinkt
Wasser) gegeben habe, der das träumte, was erst kommen sollte...
Er träumte, daß die Vierbeinigen zurück auf die
Erde kämen und daß eine fremdartige Rasse ihr Netz
um die Lakota weben würde. Er sagte: "Ihr werdet in
grauen, quadratischen Häusern wohnen, in einem unfruchtbaren
Land...". Manchmal wissen die Träumenden mehr als die
Wachen.
Black Elk, Oglala Sioux, ca. 1932 |
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Männer wurden ihrer Verdienste wegen in den
Stammesrat berufen. Ein Mann mochte arm sein, nur wenige Pferde
besitzen, in einem kleinen Zelt wohnen und dennoch einen Sitz
im Stammesrat haben. Reichtum allein verhalf niemandem zu Macht
und Einfluß. Hatte ein Mann noch so viele Pferde, einen
Platz unter den Weisen konnte er sich damit nicht erkaufen.
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